Binärdateien

Definition

Eine Binärdatei ist eine übersetzte (Binärcode enthaltende, nicht im Textformat vorliegende) Datei.

Etliche der von uns lokalisierten Textformate müssen übersetzt (kompiliert) werden, damit das ausgeführte Programm mit ihnen etwas anfangen kann  .po → .mo. Die Vorteile einer solchen Technologie liegen auf der Hand: Übersetzte Dateien stehen dem Prozessor unmittelbar zur Verfügung. Mit der Verwendung übersetzter (im Binärformat vorliegender) Ressourcen verbessert sich also die Performanz des Programms.

Binäre Ressourcendateien können für den Lokalisierer dort Bedeutung haben, wo sie in einer visuellen Umgebung wie Alchemy Catalyst oder SDL Passolo lokalisiert werden sollen  .resx → .resource → .dll . Eine solche Vorgehensweise hat sicher Vorteile, besonders den, dass der Lokalisierer die zu übersetzenden Strings im (grafischen) Kontext sehen kann – wenn er denn kann. Gangbar ist dieser Weg nämlich nur, wenn das Lokalisierungsprogramm den Aufbau der Datei (.dll, .exe, .jar, .msi etc.) kennt. Wirtschaftlich sinnvoll ist überdies ein Arbeiten mit visuellen Werkzeugen nur dann, …

  • wenn in der Datei tatsächlich alle Daten (Fenster, Bitmaps, User Controls) enthalten sind, die für ein visuelles Lokalisieren erforderlich sind;
  • wenn für die vollständige Darstellung keine Logik nötig ist – wenn etwa also Laufzeitdaten in den Ausgabestrings keine Rolle spielen, wenn keine Mehrfachverwendung von Strings stattfindet und keine dynamische Verkettung von Strings;
  • wenn das Auftragsvolumen den Kauf eines visuellen Lokalisierungstools – und gemeint ist hier nicht nur eine Satellitenversion, die Sie abhängig von Agenturen macht – rechtfertigt.

Sind die genannten Bedingungen nicht erfüllt, so ist das Lokalisieren von Binärdateien günstigstenfalls eine teure und unergonomische Alternative zum Arbeiten mit Textdateien im klassischen CAT-Tool.

↗ 04-TLG-2011 Übersetzungsprojekt „Softwarelokalisierung“ 2. Semester
  1. SL-Markt 2015 nach Größe (Weltmarkt)
  2. SL-Markt in Deutschland 2015 nach Profil
  3. Übersetzerisches Fremdkonzept in der SL
  4. Was? Übersetzerisches Selbstkonzept in der SL
  5. Wie? Vorgehensmodelle in der Softwarelokalisierung
  6. Desintegration translatorischer Teilprozesse
  7. Kooperationsdistanz in der Softwarelokalsierung
  8. GILT
  9. Lokalisierung
  10. Internationalisierung
  11. Personalisierung
  12. Kodierung
  13. CSV
  14. Key-Value-Tabellen
  15. XML-Ressourcen
  16. Quelltextdateien
  17. Binärdateien
  18. Typen dateibasierter Ressourcen
  19. Internationalisierung (I18N): Praxis
  20. UI-Textsorten
  21. Assimilation
  22. Numerusbehandlung (plural handling, pluralization)
  23. Linguistische Probleme in der Softwarelokalisierung
  24. Translation Scripting

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Hochschulrat hat in seiner Sitzung am 3.4. die Einstellung des Sprachschwerpunkts Russisch bestätigt.
Erbringen von Prüfungsleistungen, Abgabe von Hausarbeiten und Auftakt des Sommersemesters in digitaler Form.
Sonderseite des Studienbüros der Philologischen Fakultät zur aktuellen Situation rund um COVID-19
Laut Mitteilung des Rektorats vom 20. März müssen alle Fälle einer Corona-Erkrankung oder ‑Quarantäne auch unter Studierenden an corona@uni-leipzig.de gemeldet werden.
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