04-TLG-2011 Übersetzungsprojekt „Softwarelokalisierung“ 2. Semester, Donnerstag um 17:15, H002

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Kursbeschreibung

Zu Projektbeginn soll zunächst in Vorlesungsform in die übersetzerische Arbeit mit modernen Medien eingeführt werden. In den zunehmend praktisch (immer noch sprachneutral) ausgerichteten Lehrveranstaltungen bekommen die Teilnehmer sodann Gelegenheit, das erworbene theoretische Wissen an verbreiteten Datenformaten zu erproben, u. a. an jenen von Objective C, JavaScript, Java, GNU gettext, .NET und Qt. Hierfür werden die Dateien mithilfe regulärer Ausdrücke und der Abfragesprache XPath in den Arbeitsumgebungen Kilgray memoQ und SDL Studio fürs Übersetzen vorbereitet. Am Beispiel von Hallo-Welt-Anwendungen in .NET und Java soll gezeigt werden, wie Internationalisierung im Code aussieht, wo die Ressourcen herkommen und wo sie (nach der Lokalisierung) hingehen. Der Produktionszyklus wird mit dem Bauen und Testen der lokalisierten Anwendungen schließlich zum Abschluss gebracht. Die Studierenden werden am Ende der Lehrveranstaltung die Grundlagen der Arbeit mit digitalen Ressourcen beherrschen. Sie werden die allgemeinen Abläufe in der Softwarelokalisierung kennen und in der Lage sein, auf einschlägige Kundenanfragen zu reagieren (Aufwandseinschätzung, Herstellen von Filtern, Verarbeiten der Ressource, Bauen und Testen der Software).

Modulziel

Die Studierenden können eine komplexe berufsfeldbezogene Aufgabe selbstständig umsetzen. Sie können im Zuge dessen mit anderen Teilnehmern Einzelprozesse abstimmen, diese überwachen, selbstständig gesetzte (Teil-)Ziele überprüfen und nach Abschluss Aufgabe und Ergebnis evaluieren.

Workload

Der Aufwand beträgt im Selbststudium 255 h entsprechend 17 h / Woche. Der Präsenzaufwand beträgt 45 h.

Prüfung

Präsentation 20 Minuten, Hausarbeit (8 Wochen ab Beginn der vorlesungsfreien Zeit). Denken Sie an die Natur und verzichten auf einen Umschlag (zusammenklammern genügt).

Veranstaltungsskript

↗ Veranstaltungsskript

Übersicht über dessen Themen:

  1. SL-Markt 2015 nach Größe (Weltmarkt)
  2. SL-Markt in Deutschland 2015 nach Profil
  3. Übersetzerisches Fremdkonzept in der SL
  4. Was? Übersetzerisches Selbstkonzept in der SL
  5. Wie? Vorgehensmodelle in der Softwarelokalisierung
  6. Desintegration translatorischer Teilprozesse
  7. Kooperationsdistanz in der Softwarelokalsierung
  8. GILT
  9. Lokalisierung
  10. Internationalisierung
  11. Personalisierung
  12. Kodierung
  13. CSV
  14. Key-Value-Tabellen
  15. XML-Ressourcen
  16. Quelltextdateien
  17. Binärdateien
  18. Typen dateibasierter Ressourcen
  19. Internationalisierung (I18N): Praxis
  20. UI-Textsorten
  21. Assimilation
  22. Numerusbehandlung (plural handling, pluralization)
  23. Linguistische Probleme in der Softwarelokalisierung
  24. Translation Scripting

Projektvorschläge

  • UI-Textsorten linguistisch beschreiben
  • translationssoziologische Erhebung
  • TS-System in einer Fallstudie evaluieren
  • Möglichkeit der Ausgabe von Kommentaren in Trados Studio und memoQ für die einzelnen Ressourcenformate

Kalender

Quellen

Akkas, Emre: „Internationalization tips for developers – I18N checklist.

Astapenko, Anna (2008): Lokalisierung komplexer Softwaresysteme: Technik, Sprache, Kultur. Lübeck: Schmidt-Römhild.

Austermühl, Frank (2001): Übersetzen im Informationszeitalter: Überlegungen zur Zukunft fachkommunikativen und interkulturellen Handelns im Global Village. Trier: Wissenschaftlicher Verlag Trier.

Beck, Kent et al. (2001): „Manifesto for Agile Software Development.“ Agile Alliance.

Behrens, Alexander (2016): Lokalisierbarkeit von User-Interface-Strings. Frankfurt: Peter Lang.

Best, Reiner et al. (2008): Software-Internationalisierung. Aus der Reihe: Methoden und Verfahren. Frankfurt am Main: VDMA.

CLDR „Plural Rules

CLDR „Language Plural Rules

EMT-Expertengruppe (2009: „Kompetenzprofil von Translatoren, Experten für die mehrsprachige und multimediale Kommunikation“.

Geldbach, Stefanie (2011): „Am Puls der Zeit. Herausforderungen und Trends in der Softwarelokalisierung“. MDÜ 2 / 2011, 10-13.

translatehouse.org: „Plural Forms“ (GNU gettext).

Herrmann, Achim (2011): „Geeignete Werkzeuge. Anforderungen und Werkzeuge der Lokalisierung von Software“. MDÜ 2 / 2011, 20-24.

Heumann, Brian (2010): „Leitfaden Internationalisierung des Internetauftritts“. Bonn: iMOVE beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Holz-Mänttäri, Justa (1984): Translatorisches Handeln: Theorie und Methode. Helsinki: Suomalainen Tiedeakatemia.

Hönig, Hans G. (1992): „Von der erzwungenen Selbstentfremdung des Übersetzers – Ein offener Brief an Justa Holz-Mänttäri“. TEXTconTEXT, 7-1992, 1-14.

Keller, Nicole (2006): Neue Wege in der Hilfsmittelkunde der Übersetzungswissenschaft: Zur Herleitung webbasierter Terminologiedatenbanken im Kontext von CAT-Systemen. Trier: Wissenschaftlicher Verlag Trier.

Keller, Nicole (2017): „Wohin geht die Reise?“ MDÜ 1-17 / 2017, 34-37.

Koch, Gabriele (2014): „Dialoge gerade ziehen – Softwarelokalisierung am Beispiel von TransitNxt“. Baur, Wolfram et al. (Hrsg.)(2014): Man vs. Machine? Im Spannungsfeld zwischen Mensch und Maschine. Tagungsband des 20. FIT-Weltkongresses. Berlin: BDÜ Fachverlag. I:155-166.

Kruse, Astrid (2014): „Besitzansprüche. Urheberrecht und elektronische Datensammlungen“. MDÜ 3-14, 10-15.

Leinhäuser, Udo (2005): „Vorüberlegungen zum Kauf eines Translation-Memory-Systems“. MDÜ 4-5 / 2005, 6-7.

López-Ebri, Enrique (2004): „Translation Memories und ihre Bumerangeffekte“. MDÜ 4-5 / 05, 40-41.

Massion, François (2011): „Schwierigkeiten meistern. Lokalisierung von Maschinensoftware“. MDÜ 2 / 2011, 14-19.

Muegge, Uwe (2013): „Wer teilt, gewinnt. Cloudbasierte Translation-Memory-Systeme“. MDÜ 1 / 2013, 14-17.

Piróth, Attila (2014): „Man vs. Machine: Who is Who in The Master-Slave Relationship“. Baur, Wolfram et al. (Hrsg.)(2014): Man vs. Machine? Im Spannungsfeld zwischen Mensch und Maschine. Tagungsband des 20. FIT-Weltkongresses. Berlin: BDÜ Fachverlag. I:76.

Prunc, Erich (2005): „Translationsethik“. Sandrini, Peter (Hrsg.)(2005): Fluctuat nec mergitur. Translation und Gesellschaft. Festschrift für Annemarie Schmid zum 75. Geburtstag. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Wien u. a.: Lang. 165-194.

Reineke, Detlef / Schmitz, Klaus-Dirk (Hrsg.)(2005): Einführung in die Softwarelokalisierung. Tübingen: Gunter Narr Verlag Tübingen, 189-204.

Rösner, Sabine (2014): „Im Preis enthalten? Streitfall um ein Translation Memory“. MDÜ 3-14, 16-19.

Sachse, Florian (2004): „Begriffe aus der Softwarelokalisierung. Von ASCII bis XLIFF“. technische kommunikation, 26.Jahrgang, 4 / 2004, 45-48.

Sandrini, Peter (2005): „Website Localization and Translation.

Hönig, Hans / Kussmaul, Paul / Schmitt, Peter A. (1998): Handbuch Translation. Tübingen: Stauffenburg, 154- 159.

Schmitz, Klaus-Dirk (2005): „Internationalisierung und Lokalisierung von Software“. Reineke, Detlef / Schmitz, Klaus-Dirk (2005)(Hrsg.): Einführung in die Softwarelokalisierung. Tübingen: Narr, 1-18.

Schnell, Bettina / Aranda, Marcos (2007): „Engeres Blickfeld, andere Reformulierungen. Translation-Memory-Systeme und der Übersetzungsprozess“. MDÜ 4 / 2007, 34-38.

Seewald-Heeg, Uta / Althoff, Katja (2011): „Die richtige Konfiguration. Funktionalitäten von Lokalisierungswerkzeugen“. MDÜ 2 / 2011, 26-31.

Sikes, Richard (2009): „Localization: The Global Pyramid Capstone“. MultiLingual Getting Started Guide to Internationalization April / May 2009, 3-6.

Sum, Lissa (2014): „Übersetzungstechnologie: Fluch oder Segen?“ Baur, Wolfram et al. (Hrsg.)(2014): Man vs. Machine? Im Spannungsfeld zwischen Mensch und Maschine. Tagungsband des 20. FIT-Weltkongresses. Berlin: BDÜ Fachverlag. I:183-185.

Swordfish-Referenz

Svoboda, Tomáš (2014): „Man and Machine: Translation in the Era of Augmented Reality“. Baur, Wolfram et al. (Hrsg.)(2014): Man vs. Machine? Im Spannungsfeld zwischen Mensch und Maschine. Tagungsband des 20. FIT-Weltkongresses. Berlin: BDÜ Fachverlag. I:93-100.

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