Dr. Alexander Behrens (IALT) – Unterrichtsserver


04-005-1003-R.VL01 Vorlesung "Translatologie B-Sprache" 2. Semester

Sozioökonomie der Softwarelokalisierung

  • Anpassung an den SL-Markt: Zerlegung der SL in unqualifizierte Teilprozesse
  • Berater
  • Lokalisierungsingenieure
  • Testingenieure
  • Projektmanager
  • Terminologen
  • Reviewer
  • Übersetzer
  • Posteditoren
  • zur Hierarchie s. hier am Beispiel der Lokalisierungsplattform Transiflex
  • Desintegration translatorischer Teilprozesse
  • strukturell angelegt: Lokalisierung parallel zur Entwicklung – Handlungskontext existiert noch nicht
  • hohe Kooperations-Distanz (Holz-Mänttäri 1984:58) durch lange, teure und qualitativ wie terminlich anfällige Lieferketten
  • Nachfrage nach Experten sinkt, damit auch der Marktwert von Expertentum
  • Depotenzierung des Übersetzers
  • Prekarisierung von Experten → Markt zerstört eigene Grundlage
  • Softwarelokalisierer ist ein ausgestorbener Beruf; was bleibt, ist das Übersetzen
  • Was ist Übersetzen? Selbstkonzept des Übersetzers in der Softwarelokalisierung
  • Konzentrizität wird angrenzenden Disziplinen nicht zugebilligt
  • Selbstbeschränkung auf das Sprachmittlerische
  • stärker auf einen Kunstbegriff abgestellt (Ausschluss von Kooperation)
  • Was ist Übersetzen? Fremdkonzept des Übersetzers in der Softwarelokalisierung
  • stärker auf einen industriellen Begriff abgestellt
  • übersetzerisches Selbst- und Fremdkonzept in der Softwarelokalisierung sind im KMU-Segment kaum vereinbar
  • paradoxe Reize bei der Gratifizierung: mit sinkender Textmenge steigt i. d. R. der Arbeitsaufwand sowohl bei Bezahlung nach as Volumen1, als auch bei Bezahlung nach zs Volumen2
  • Folgen für die Translationsqualität: Qualität und erwerbsmäßiges Agieren schließen einander aus


1kurzer Ausgangstext → hoher Implikationsgrad → hoher Analyseaufwand
2kurzer Zieltext → großer Syntheseaufwand (Einkürzen von Strings)

Quellen

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