04-TLG-2010 Seminar „Translationstechnologie“ 1. Semester

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Kursbeschreibung

Einführung in die Arbeit mit Werkzeugen der Textverarbeitung, der computergestützten Übersetzung und der Terminologieverwaltung. Details zum Kurs finden Sie auf der Lehrveranstaltungseite. Vorkenntnisse in XML, XPath, JSONPath und Regex sind von Vorteil.

Modulziel

Die Studierenden können die Grundbegriffe und Methoden der Terminologielehre und der technischen Arbeitsmittel von Übersetzern und Dolmetschern identifizieren, vergleichen und handhaben.

Workload

Der Aufwand beträgt im Selbststudium 100 h entsprechend 7 h / Woche. Der Präsenzaufwand beträgt 30 h.

Prüfung

In diesem Kurs wird keine Prüfung geschrieben.

EINLEITENDE BEMERKUNGEN
  • Verweis auf alexander-behrens.eu
  • keine Übung – Seminar! Bitte selbst reproduzieren.
  • Software
  • Textverarbeitung: Word, LibreOffice
  • Terminologieverwaltung: Multiterm
  • CAT-Tools: memoQ, Trados
  • Ausstattung in den Pools asymmetrisch: memoQ = translator pro; Trados: Professional
  • rechts in der Pinwand müsste jetzt der Link zur Dropbox für Trados Studio sein
  • memoQ kann man auf deren Seite runterladen
  • jetzt Lizenzen verteilen und Trados ausprobieren lassen
  • Fehlersuche ist normal
HAUSAUFGABEN: AUF UNS ZUKOMMENDE BEGRIFFE
  • Auszeichnungssprache
  • XML
  • CSV
  • XPath
  • JSON
  • JSONPath
  • Regex (Trados Studio verwendet die .Net-Syntax für reguläre Ausdrücke)
  • Zeichenkodierung
  • American Standard Code for Information Interchange (ASCII)
  • Unicode Transformation Format (UTF)

Kalender

In diesem Kurs finden derzeit keine Lehrveranstaltungen statt.

Themen

Textverarbeitung

  1. Orthotypographie, Layout
  2. Suchen-Ersetzen mit regulären Ausdrücken .odt (1) .odt (2) s. Wiki „LibreOffice Writer: Reguläre Ausdrücke“

Terminologieverwaltung am Beispiel von MultiTerm

Grundbegriffe der Terminologielehre Termbankdefinition

  1. Termbank modellieren
  2. Dateneingabe
  3. Suchmodi
  4. Eingabemodelle
  5. Duplikate finden, Einträge zusammenführen
  6. Daten exportieren TBX-Datei mal aufmachen und angucken
  7. Termbankdefinition exportieren
  8. Termbankdefinition verwenden
  9. Termdaten – einfacher Import
  10. Termdaten strukturieren ↗ Glossar zum Üben - mit Filter synchronize on term
    - die Termbank (mit Termini aus dem importierten Glossar) brauchen wir für Studio im Schritt „Termbank einbinden“ wieder
  11. Termdaten – synchronisierter Import

Arbeit mit TM-Systemen am Beispiel von memoQ und Trados

CAT-Terminologie

EINFÜHRUNG CAT

- mitlaufendes TM
 Automatisierung von repetitiven Übersetzungsaufgaben
 Konsistenz
 kollaboratives Arbeiten / Austauschbarkeit

- Begriff der integrierten Umgebung
 Analysetool
 TM / Übersetzungsspeicher
 Editor
 Terminologietool
 Alignment-Tool
 Filter für den Dateiimport
 Konverter für TM-Export und -Import
 Konverter für Termbank-Export und -Import
 Konverter zum Strukturieren terminologischer Daten (Multiterm Convert)
 Client für die Kommunikation in der Community / mit AG
 PM-Features
 Qualitätssicherungs-Features

SCHRITTE

1. Datei importieren

1.1 Segmentierung
 Begriff des Segments / TU
  „Übersetzungseinheit“ – Kade 1968 (Näheres meine Diss)

1.2 Konvertierung in zweisprachiges Dokument
 bei Trados ist das xliff = XML Localization Interchange File Format
 bei memoQ bin ich nicht dahintergekommen

1.3 Vorübersetzung

2. Datei editieren
 TM schreibt mit

3. Datei exportieren

Grundablauf

  1. Projekt anlegen .docx (3) .xslx (1) TM-Export Projekt anlegen (mit TM, aber ohne TB)

    ÜBERLEGUNGEN: PROJEKT, TM

    - Projekt = Auftrag
     ein Auftrag pro Projekt
     eine Analyse pro Projekt
     eine Rechnung pro Projekt

    - TM komplizierter: je nach Umfang:
     pro Kunde
     pro Werk (insbes. Agenturen)
     pro Fachgebiet

     bei mehrsprachigen Projekten: pro Sprache
     Trados: Master- und Projekt-TM / memoQ: Master- und Arbeits-TM

    - Aufbau TM: oben verlinkte TMX-Datei angucken


    ÜBERLEGUNGEN ZUR PROJEKTABLAGE
    - nicht Defaultpfade einfach übernehmen – eigene Ordnersystematik
    - Stapeldatei erstellen, die Zeitstempel erzeugt; nur zeigen: nach_g/stapeldatei.cmd
    - über Aufbewahrungsfristen für Steuerunterlagen informieren (Rechnungen: 10 Jahre)
    - Löschfristen für Übersetzungen sind wohl nicht durch DSGVO geregelt
     ausschlaggebend Prüf- und Rügepflicht – eigentlich sofort; aber ...
     oft fragen Kunden nach Übersetzungen noch Jahre nach dem Auftrag
     zusammen mit Rechnungen löschen
    - 1 x jährlich Löschdurchgang

    Datei im Editor öffnen
  2. Übersetzen Bestätigungsoptionen s. Wiki
    Konkordanz s. Wiki
     ausprobieren an der Wiederholung „How do I“
    Änderungsmodus s. Wiki
    Segmente zusammenführen s. Wiki
     ausprobieren an der Wiederholung „contdpt.“
  3. Zieldatei erzeugen - Trados: Batch-Task „Abschließen“
    - memoQ: „Exportieren“

Exkurse

  1. Gültigkeit von Einstellungen s. Wiki
  2. Zeichenkodierung
  3. Dateifilter .xslx (2) .csv .strings .json .xml KONFIGURATION

    EINLEITUNG XML
    - Metasprache
    - die Sprachen werden selbst durch Document Type Definition (DTD) oder Schema definiert
    - Container: idml, epub, docx
    - hier: hauseigenes XML von Notepad++

    EXPORT, IMPORT
    - Filter für die Notepad++-Datei exportieren
    - Filter löschen + sich überzeugen, dass Trados / memoQ ohne den Filter nichts finden
    - Filter reimportieren + sich überzeugen, dass wieder alles gefunden wird
  4. Segmentierungsregeln - zu „Segmente zusammenlegen“: man kann es aber gleich ordentlich machen
    - wir arbeiten jetzt mit .docx (3) – die ordentlich übersetzen, wie brauchen die noch länger

    ABKÜRZUNGEN
    anhand Abkürzung „contdpt.“:
    - Trados Abkürzungsliste (hat nicht funktioniert)
    - memoQ Abkürzungen (OK)

    SEGMENTIERUNGSREGELN
    - s. Wiki
    - SRX erwähnen

    Die .docx (3) brauchen wir unten fürs Paket-Schnüren und den QA-Schritt wieder.
  5. TM pflegen AT fürs Alignment ZT fürs Alignment VERWENDUNGSOPTIONEN
    s. Wiki

    EINSTELLUNGEN FÜRS MATCH-RATING
    - s. Wiki; nur die Dialoge zeigen …ist mir zu vie Klein-Klein

    DATENMANIPULATION
    - s. Wiki jeweils „TM editieren“:

    ALIGNMENT

    EXPORT, IMPORT
  6. MÜ einbinden
  7. Pseudoübersetzung
  8. TB anlegen / einbinden .docx (6) - unsere Mulititerm-Datei mit dem Glossar einbinden
    - dabei den Navigationsknoten Sucheinstellungen angucken (s. Wiki „Sucheinstellungen“)
    - dann im Trados-Editor durchspielen mit docx (6)
  9. mit TB arbeiten - AutoSuggest
    - Eintrag hinzufügen Wiki „Eintrag aus Studio hinzufügen“
    - Eintrag nachschlagen Wiki „Termsuche aus Studio“
  10. Berichte .docx (7) ANGEBOT ERSTELLEN:
    - Matchraten von Trados s. Wiki
    - Wörter „Fuzzy-Match“ / „Fuzzy-Treffer

    nur zeigen: nach_g/Kalkulation.xlsx

    Grundpreis (= Matchrate „Neu“) festlegen
    Prozentsatz für jede Matchrate festlegen
    Absolute Werte ableiten
    Mengen gem. Trados-Analyse eintragen
    Absolute Werte summieren

    Honorar, kein Nettolohn!
    Urlaubs- und Krankheitsausfälle
    Zeit für Overhead Akquise
    Vernetzung
    Berufsverband
    Buchhaltung
    Fortbildung

    Geld für Overhead (Investitionen) Hard- und Software
    Fortbildungen
    Büromiete
    Steuerberater
    Renten-, Sozial- und Kranken-, Haftpflichtversicherung
  11. Projektpakete (Trados) - Projektpaket
    - Rückpaket
  12. Qualitätssicherung ↗ DIN EN ISO 17100 Die Norm habe ich auf meinem PC als PDF. - nur angucken, zu viel Klein-Klein – s. Wiki
     „Qualitätsprüfung“
     „Übersetzungsbewertung“
  13. Bearbeitungsmodi s. Wiki

Rechtliche und soziale Aspekte

Translationstechnik ist oft ein Vehikel für Ausbeutung Nichtabhängiger.

UNTERNEHMERISCHE AUTONOMIE ↔ SCHEINSELBSTSTÄNDIGKEIT (§ 7 ABS. 1 SGB IV)

  1. Eigentum an und Kontrolle über Infrastruktur - Trennung von Arbeitsmitteln der Geschäftskontrolle (E-Mail, Telefon, Abrechnungsprogramm) und Fachsoftware (CAT-Tools)
    - Abwesenheit von Hard- und Software, die eine Kontrolle seitens des Auftraggebers zulässt
     Erbringer arbeitet in eigenen Geschäftsräumen
     keine Einbindung in internes Kommunikationssystem
     Rechnungen werden vom Anbieter erstellt und tragen dessen Kopfbogen
     Erbringer hat Eigentum an Produktionsmitteln (SaaS)
     Erbringer kann AG direkt und eigeninitiativ kontaktieren – Kontakt ist bidirektional
     Investitionsrückflüsse stehen dem AN zu: wenn Nachlässe für Matches, dann auch Zuschläge für den Einsatz von TM-Systemen – anderenfalls behandelt der AG das CAT-Tool des AN als Eigeninvestition
     Erbringer kann Arbeitsmittel frei wählen (platformization; „wir arbeiten mit …“)
     SaaS macht abhängig davon, dass Anbieter nicht dicht macht
     SaaS macht abhängig von Responsivität des Anbieters (Trados!)
     SaaS gibt dem Anbieter die Macht, einem den Zugang zu den eigenen Daten zu verwehren
     auch physische Produkte – Sitzheizungsabo von BMW

    - Schlagworte: Plattformkapitalismus, Gig Economy, digitale Tagelöhnerei:
    Beispiel 1 Beispiel 2 HERVORHEBUNGEN IM BILD DOLMX:

    - Automatisierung
     Unterbindung einer auftragsbezogenen Kalkulation (Angebot ...)
     Entziehen eines eigenen Gesichts als Einzelanbieter (eigener Kopfbogen nicht möglich)

    - „Community“:
     Absprechen der unternehmerischen Autonomie (Internierung)
     Fehler in Rechnung müssen reklamiert werden – Anbieter wird wie Kunde behandelt

    - Onboarding:
     Einbindung in Infrastruktur des Arbeitgebers, zumindest verbal

    - Newsletter:
     Behandlung des Anbieters als Kunde
    Beispiel 3 Beispiel 4
  2. geistiges Eigentum - Eigentum am TM / an der Termbase
    - eigenes Wissen in fremden TMs (Wissen → Information; Strings sind Informationen)
    - aktuelle Praxis (TM wird mitgeliefert) = Enteignung des Übersetzers vom USP.
  3. Weisungsfreiheit - Erbringer arbeitet weisungsfrei, insbesondere …
     Freiheit des Erbringers, den Auftrag anzunehmen oder abzulehnen
     Freiheit des Erbringers, auftragsbezogen den Liefertermin auszuhandeln
     Freiheit des Erbringers, auftragsbezogen ein Honorar auszuhandeln
     Freiheit des Erbringers, auftragsbezogen die Zahlungsweise (Fälligkeit, Kanal) auszuhandeln
     Freiheit des Erbringers, den Kommunikationskanal zu wählen
  4. Trennung unternehmerischer Chancen und Risiken - Zahlung erst, wenn Endkunde gezahlt hat?
    - Honorar ist tatsächlich ein Honorar und kein Nettolohn
    - Haftungsrisiko für das Werk, Versicherung
    - Erbringer arbeitet nicht (fast) ausschließlich für einen AG

SL: Sozioökonomie

Ergonomie

Ergonomie

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